Müller-Thurgau / Rivaner

Der Müller-Thurgau ist ein unkomplizierter Wein, meist jugendlich, leicht und frisch und damit für jeden Tag geeignet.

Der Name stammt von Professor Hermann Müller aus dem Schweizer Kanton Thurgau. Die neuesten Untersuchungen zeigen, dass der Müller-Thurgau durch eine Kreuzung von Riesling x Madeleine royale entstand.

Das Synonym Rivaner ist eine Kurzfassung der Worte Riesling und Silvaner, da man diese beiden Sorten lange Zeit als "Eltern" angesehen hat. Heute findet sich die Bezeichnung Rivaner häufig bei den trocken ausgebauten Weine des Müller-Thurgaus wieder - allerdings auch bei den halbtrockenen Weinen.

Seine große Bedeutung in Deutschland verdankt er unter anderem seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sowie seiner Zugänglichkeit auch für Nichtweinkenner. Die Müller-Thurgau-Rebe stellt keine großen Ansprüche bezüglich des Standorts und gilt als ertragssicher. Müller-Thurgau-Reben stehen in fast allen deutschen Anbaugebieten.

Es ist eine frühe Rebsorte und liefert süffige, manchmal blumige, mit einem feinfruchtigen Muskataroma versehene Weine. Beim Ausbau ist es wichtig, die Frische und den Sortenduft zu erhalten.

Wir bauen diese Sorte sowohl trocken, halbtrocken als auch lieblich aus. Der Müller-Thurgau ist - von Ausnahmen abgesehen - kein lagerfähiger Wein und schmeckt in den ersten Jahren nach der Ernte am besten.

Dieser Wein wird aufgrund seiner harmonischen Charaktereigenschaften gerne getrunken - er ist meist blassgelb bis hellgelb.

Müller-Thurgau ist ein unkomplizierter Alltagsweine und eignet sich zu vielen eher feinwürzigen Speisen.

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