Gewürztraminer

Der Gewürztraminer ist ein Denkmal deutscher Weinkultur, das die Jahrhunderte überdauert hat.

In Deutschland dürfen die Synonyme Gewürztraminer und Roter Traminer verwendet werden.

Der Gewürztraminer ist eine der ältesten, auch heute noch angebauten Rebsorten. In Deutschland belegen historische Dokumente die Existenz der Sorte für das 16. Jahrhundert; damals gab es eine Anbauempfehlung für diese Sorte. Berichte über neue Züchtungsvarianten des Gewürztraminers aus dem 18. Jahrhundert zeigen, dass schon damals erfolgreich eine Rebenselektion betrieben wurde. Zusammen mit Riesling und einer ertragreichen Sorte wurde der Gewürztraminer im klassischen "gemischten Satz" in einem Weinberg angepflanzt.

Der Gewürztraminer beansprucht weniger als ein Prozent der Gesamtanbaufläche in Deutschland, wird jedoch gern bei erforderlichen Neuanpflanzungen wiederverwendet.

Gewürztraminer hat eine sehr dicke, leicht rötlich eingefärbte Schale und kann eine hohe Reife bis in höchste Auslesegradationen erreichen.

Wir bauen den Gewürztraminer meist als lieblichen - gelegentlich auch als halbtrockenen - Wein aus. Ihn kennzeichnet eine relativ milde Säure - typische ist für ihn ebenso eine strohgelbe bis goldgelbe Farbe. Er verströmt einen Duft, der an abblühende Rosen erinnert; gern auch Aromen von Veilchen, Honig, Marzipan, Quittengelee, Bitterorangen oder Maracuja.

Der Gewürztraminer ist eine Sorte für Liebhaber aromatischer Weine.

Er wird als Aperitif geschätzt und gefällt als süße Spätlese sehr gut zu aromatischen - und unter Verwendung von Marzipan, Schokolade oder Bränden zubereiteten - Desserts. Besonders geschätzt wird die Verbindung von Gewürztraminer und Munsterkäse oder fettreichem Blauschimmelkäse.

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